Dec 12

Wunderschönen Guten Morgen, es ist 8:46 Uhr an diesem nass kalten Samstag Morgen hier in Köln. Samstag, einer von zwei Tagen an denen ich eigentlich äußerst gerne einfach ausschlafe. Diese Woche ist das anders, denn ich bin seit kurz vor 8 auf um auf die Telekom zu warten oder genauer gesagt einen Techniker. Der sollte eigentlich schon letzte Woche gekommen sein, kam aber nicht. Systemausfall. Passiert. Unter anderem…

Eigentlich wollte ich gar nicht über die ganzen Ereignisse im Zuge meiner Entertain-Bestellung bei der Deutschen Telekom berichten. Da ich inzwischen aber so verärgert bin und scheinbar ziemlich wenig in dem Laden wirklich rund läuft, fange ich heute damit an, meine Erfahrungen niederzuschreiben. Wie bei manch gutem Film rollen wir die Geschichte am (vermeintlichen) Ende auf, um danach flashbackartig fluchs an ihren Anfang zu springen.

Vor etwa zwei Wochen rief ich bei der T-Entertain Kundenhotline an. Für 14 Cent die Minute aus dem deutschen Festnetz. Ich beklagte mich über Bildstörung beim Fernsehprogramm. In unregelmäßigen Abständen treten diese unterschiedlich stark auf: Manchmal äußert sich die Störung in Artefakten und bunten Bildern, manchmal friert das Bild für einige Momente ein und manchmal alles zusammen. Störung erläutert, Leitung gemessen, alles gut. Verdammt!

Also sagte mir die freundliche Dame am anderen Ende: “Da muss ein Techniker raus. Samstag zwischen 10 und 12 Uhr?”

Ich: “Ein Traum!”

Als vergangenen Samstag um 12:20 Uhr noch immer kein Techniker da war und sich auch niemand bei mir gemeldet hatte, rief ich die Hotline an. Nach der Weitervermittlung sagte mir eine Dame mit stark russischem Akzent: “Termin ist geplatzt, is Systemausfall, warten, ich stell Sie durch!” Nach erneut rund 5 Minuten Warteschleife landete ich irgendwo bei einer Telekom Dispo die wohl für den Kölnerraum zuständig ist. Der gute Mann erläuterte mir, es gebe wohl tatsächlich einen Systemausfall. Über 200 Termine seien geplatzt, es täte ihm Leid. Auf meine Frage ob man nicht wenigstens die Kunden hätte informieren können hieß es: “Wir können ja schlecht die über 200 Leute anrufen.”

Doch, in meinen Augen ist das in so einem Fall das Mindeste. 200 Anrufe auf minimum 2 Leute verteilt sind wahrscheinlich schneller erledigt, als die 200 Leute an Hotline und co. mit durchstellen und weiterleiten abzuarbeiten. Ganz abgesehen davon, das man seine Zeit nicht mit unnötigem Warten verplämpert. Ich sage schließlich auch bescheid, wenn ich später oder gar nicht mehr irgendwo hinkomme.

Sei es drum. Es ist wieder Samstag, inzwischen 9:08 Uhr und das neue Date mit dem Techniker auf zwischen 8 und 12 Uhr datiert. Genau wie letzte Woche ist das Einzige was vor meinem Fenster fröhlich umherfährt der Bofrost-Mann. Ich hoffe nicht, dass das ein schlechtes Omen ist. Warten wir es ab, noch hat der oder die Technikerin ja fast 3 Stunden Zeit. Fest steht nur, der Wecker hätte auch ‘ne Stunde später klingeln können. Aber was solls..

Wenn ihr Wissen wollt wie man mit einer einfachen Online-Bestellung unfreiwillig mit Modems und Media Receivern überhäuft werden kann, die man natürlich auch bezahlen soll, dann solltet ihr beim nächsten Teil der Serie wieder reinschauen.

Solange vertreibe ich mir wohl die Zeit mit ner Runde daddeln und dem Putzen des Bades, bis dann gleich irgendwann bestimmt der Telekomtechniker klingelt..

Update 11:15 Uhr: So, der Techniker war um 10 Uhr da, und ist jetzt raus. Nichts zu meckern, netter Typ, alles gut. Nur das er die Ursache für die Probleme nicht finden konnte. Aber zugegeben: Das ist bei einem sporadisch auftretenden Problem natürlich auch nicht immer ganz einfach. Jetzt wird auf Verdacht getestet und getauscht.

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One Response to “Warten auf die Telekom…”

  1. Torsten Says:

    Zwischenzeitlich sind die Probleme übrigens gelöst: Nachdem einige Tage später morgens ein Techniker bei mir anrief und fragte “Wußten, Sie eigentlich, das wir jetzt einen Termin haben?” und ich diese Frage mit “Nein!” beantworten konnte, erzählte der mir von “eigentlich bekannten Problemen” im Großraum Köln. Wieder einige Tage später und zahlreiche Abende ohne vernünftigen TV-Genuß später waren die Probleme dann auch scheinbar gelößt ohne das bei uns nochmal jemand vorbeikommen musste. Ob die Kollegen an der Hotline davon bis heute etwas mitbekommen haben?

    Ich darf dafür rund 5 Euro Gebühren für selbige abdrücken: Die Jungs und Mädels von T-Entertain erreicht man nämlich nur über eine 0180er-Nummer. Die Mitarbeiter der kostenfreien Hotline verweisen nach meinen Erfahrungen bei der kleinsten Detailfrage auf diese kostenpflichtige Hotline.

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