Wir sind heute mehr denn je auf sie angewiesen. Und gerade beim Thema mobile Kommunikation kommt man nicht um sie rum. Mit jedem Handy kommen sie, in manchen Endgeräten wie iPhones oder iPods sind sie sogar fest verbaut: Akkus. Aber was kann ich tun, um die Lebensdauer meiner Akkus zu verlängern? Und wie lange hält so ein Akku überhaupt? Wir versuchen ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.
Generelles
In den meisten Handys oder mobilen Endgeräten werden heute Lithium-Ionen- bzw. Lithium-Polymer-Akkus verbaut. Ein Vorteil dieser Akku-Technik ist, das sie den sogenannten Memory-Effekt nicht kennen. Als Memory-Effekt bezeichnet man das Phänomen, das die Leistung eines Akkus rapide abnimmt, wenn er häufig nur teilentladen wird. Lithium-Polymer-Akkus entsprechen zwar der neueren Technik und besitzen eine höhere
Energiedichte, sind aber auch entsprechend empfindlicher beim Thema Temperatureinflüße. Bei Temperaturen unter 0 Grad bzw. über 60 Grad ist meist Ende für diese Akkus. Sie nehmen irreperabelen Schaden. Deshalb finden heute meist Lithium-Ionen-Akkus platz in unseren Handys oder iPods, die aber auch nichts gegen ein gesitetes Klima haben.
Lebenserwartung
Bei der Frage nach der Lebenserwartung eines Akkus sei zunächst gesagt, das sie stark abhängig von der Beanspruchung und des Alters sowie der Umgebungstemperatur der kleinen Energiequelle ist. In der Regel kann man bei einem Standard Lithium-Ionen-Akku von 300-500 Ladezyklen und einer Lebensdauer von etwa drei bis vier Jahren ausgehen. In dieser Zeit verliert der Akku mehr als 50% seiner Leistung.
Was mag der Akku gar nicht?
Auf Tiefenentladung reagieren die Akkus allergisch. Ebenso ungern werden Akkus bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturn gelagert oder betrieben. Bei Laptops empfiehlt es sich zum Beispiel deshalb, den Akkupack im Netzbetrieb aus dem Gerät zu entfernen. Ein weiterer Punkt ist das schnelle Entladen. Hier wieder das Beispiel Laptop: Wer sein Gerät als Multimediazentrale ohne Netzstrom nutzt, verlangt seinem Akku in kurzer Zeit viel ab. Display, Soundkarte, Grafikchip, DVD-Laufwerk und CPU wollen mit Strom versorgt werden. All das kommt vom Akku und der leidet darunter. Wer die Lebensdauer verlängern will, sollte nach Möglichkeit beim Betrieb Energie sparen wo es geht.
Wird der Akku gelagert, sollte er weder leer noch komplett voll geladen sein. Halb voll ist ein guter Wert. Im besten Fall erfolgt die Lagerung an einem kühlen Örtchen: Um die 15 Grad sind genehm. Es soll auch Menschen geben, die den Akku im Kühlschrank zwischenlagern.
Wann lade ich meinen Akku?
Wie bereits erwähnt, stehen Akkus nicht auf Tiefenentladung. Bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt muss man zwischen zwei Aspekten abwägen: Wann starte ich den nächsten Lade-/Entladezyklus in dem ich mein Gerät mit Strom versorge und wann hat der Akku eine derart niedrige Spannung erreicht, das sie ihm schaden könnte?
Gute Frage, nächste Frage. Mit Sicherheit tut ihr euren Akkus keinen Gefallen, wenn ihr ihn regelmäßig bis ans Letzte strapaziert, auch wenn sich das manchmal nicht vermeiden lässt. Nicht immer ist die rettende Steckdose in der Nähe. Einen Gefallen tut ihr im dann, wenn ihr bei rund 35% Leistung langsam das Ladegerät zückt.
Übrigens: Zu hohe Spannung verkürzt die Lebenserwartung ebenso. Wenn ihr euren Akku also die ganze Zeit bei entspannten 100% Ladung haltet, belastet das die Zellen auch stärker, die Lebenserwartung verkürzt sich.
Fazit
Akku laden, Leistung gemächlich abrufen, Leistungsspitzen vermeiden und rechtzeitig wieder an die Steckdose. Ersatzakkus lagern für den Fall das der Hauptakku versagt bringt nichts. Akkus altern. Wenn Akkus gelagert werden müssen, dann halb voll und kühl aber nicht eisig.
Tags: Akku, Akkumulatoren, entladen, laden, lebenserwartung verlängern, tipps & tricks


