Apr 14

Früher war es einfach: Da gab es die “Free & Easy-Card” von E-Plus, die “Xtra-Card” von der Telekom und die “CallYa”-Karte von D2. Ein überschaubares Angebot an Prepaid-Karten der großen Anbieter. Guthaben drauf, paar Minuten telefonieren, Guthaben weg. So einfach war das. Heute ist das ein wenig anders: Zahlreiche Tochterunternehmen der großen Anbieter oder auch Discounter genannt buhlen um die Gunst der Käufer. Für eine schmale Mark gibt’s da schonmal die SIM-Karte mit gleichwertigem Startguthaben oder sogar mehr. Aber wie sieht’s beim mobilen Internet aus?

Heute heißen die Anbieter Simyo, blau.de, congster, Aldi talk, smobil, callmobile und so weiter, und so weiter..

Bei den meisten Anbietern kann man für wenig Geld telefonieren. Allerdings ist das oft eine Milchmädchenrechnung, wenn man den Wert eines aktuellen Mittelklasse-Handys gegenrechnet. Verfügt man nicht schon über ein Handy, das man gerne weiter nutzen möchte und ist darauf angewiesen den vollen Kaufpreis für ein Mobiltelefon auszugeben, sind die Angebote der Discounter auf einen längeren Zeitraum gesehen auch nicht unbedingt günstiger als ein Laufzeitvertrag.

Ein Vorteil bleibt jedoch, das man bei einem Prepaid Anbieter zumindest meistens ungebundener ist und im Zweifel wechseln kann. Entsprechende Gebühren für eine Rufnummernmitnahme mal außen vor gelassen.

Mobiles Internet
Beim Thema mobiles Internet Surfvergnügen ist man jedoch aber bei den Prepaidangeboten oft vorne dabei, zumindest wenn man Kunde einer E-Plus-Tochter ist und rein finanziell betrachtet. Während die Preise für Internetoptionstarife für Laufzeitverträge sich erst langsam dem Keller entgegen entwickeln, gibt es bei den Prepaid-Karten inzwischen teilweise attraktive Angebote. Bei blau.de oder Simyo surft man so bereits für rund 10,- Euro ein Gigabyte lang innerhalb von 30 Tagen. Bei blau.de gibt’s darüber hinaus auch noch eine Flatrate für Daten für rund 20,- Euro. Auch diese gilt für 30 Tage.

Bei der Konkurrenz von muss man hier oft tiefer in die Tasche greifen: Im D-Netz überwiegen bei den Prepaid-Karten noch Minuten-Tarife, oft um 0,09 Euro pro Minute. Klingt auf den ersten Blick auch nicht teuer. Wenn ich mein Handy mit einem ICQ-Client wie Nimbuzz ausgestattet habe und dieses als eine Art SMS-Ersatz nutze, kommen bei einer halbstündigen Bahnfahrt so schnell rund 2,70 Euro zusammen. Im E-Netz bekomme ich für den Preis mehr als 2,5 MB an Traffic. Soviel Text kann man auf seiner Handytastatur wohl kaum tippen, ohne das man Schwielen bekommt.

Und sonst?
Dennoch bleibt: Der Trend geht auch beim mobilen Internetvergnügen zum günstigeren Tarif. Bis wir auf einem Level angekommen sind, das sich niemand mehr Gedanken machen muss, wenn er ein paar Mal etwas länger mit dem Handy online ist, wird es allerdings noch ein bisschen dauern.

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